Egerländer Geigenbauerkapelle Bubenreuth
   
Als Ende des Jahres 1950 die ersten Neubürger (Heimatvertriebene aus dem Egerland) in der Geigenbauersiedlung Bubenreuth einzogen,  waren unter ihnen auch einige Musiker aus Schönbach (heute Luby) und Umgebung . Das Orchester der Geigenbauer wurde ins Leben gerufen. Es kann als Nachfolger verschiedener Schönbacher Kapellen verstanden werden (Feuerwehr-, Veteranen-, Turnermusik, Hauskapelle, Flattergeister, Blaskapelle der staatl. Musikfachschule, Jugendtrachtenkapelle).
Im Jahr 1951 war die offizielle Gründung der Geigenbauerkapelle. Unter Führung von Rudi Neudörfer, tatkräftig unterstützt von Otto Schuh, hatte die Kapelle bis November 1952 Instrumente und Noten im Wert von DM 2.430,- angeschafft. Weitere  Gründungsmitglieder waren, Karl Schuster, Georg Ruß, Josef Schmid, Alfred Sommer, Emil Stübiger und Peter Goth. Als Gründungsdirigent konnte Toni Fritsch gewonnen werden.

1977 wurde Führung und Leitung der Kapelle von dem Trompeter und Komponisten Rudi Langhammer übernommen.
Anfang der 80er Jahre zeichnete sich ein Generationswechsel unter den Musikern ab. Das Jugendorchester, das wegen Nachwuchsmangels im Jahr 1975 stillgelegt werden musste, wurde durch Alfons Plutta neu gegründet. Baptist Schmitt trat die Vorstandschaft an.

Im Jahr 1980 musste das Geigenbauerorchester von seinem langjährigen Vorstand Andreas Hoyer Abschied nehmen. 

1986 verstarb unser Kapellmeister Wilhelm Stempel.

Immer mehr Musiker der ersten Stunde traten ab und machten Platz für die Nachwuchskräfte aus dem Jugendorchester.  Als Alfons Plutta, der Gründer der Jugendgruppe, aus gesundheitlichen Gründen seinen so liebgewonnen Taktstock niederlegen musste, trat Herfried Schuster, ein Mitglied der ersten Jugendkapelle, dessen musikalische Leitung an. 

In den folgenden Jahren setzte sich aufgrund der Überalterung des Geigenbauerorchesters immer mehr der Gedanke durch, das Geigenbauer- und Jugendorchester zu vereinigen. 1989 wurde dieser Gedanke Realität. Die Gesamtmusikalische Leitung übernahm Herfried Schuster. Unter seiner Führung beteiligte sich das Orchester erfolgreich an diversen Wertungsspielen und spielte seit 1991 in der Höchststufe.

Gegen Ende der 90er Jahre führten Besetzungsschwierigkeiten zu einer Krise des Orchesters. Nach Abtritt des langjährigen Vorstands Baptist Schmitt, setzte Hermann Herzog kurzzeitig die Vereinsführung fort. 1998 verließ Dirigent Herfried Schuster das Orchesters. Vorstandslos, als auch ohne musikalische Leitung, drohte dem Orchester die Auflösung.  

 

Überzeugt vom Zusammenhalt und der Aufgabe den Fortbestand der Kapelle zu gewährleisten sahen einige Musiker der zweiten Jugendkapelle es als ihre Pflicht das Erbe der Gründergeneration weiterzugeben. 1999 rettete Flügelhornist Gerhard Weisel durch Übernahme des Vorstandamtes das Orchester vor der Auflösung. Der Klarinettist Alexander Stadler stellte sich für die musikalische Leitung zu Verfügung.